Lösungsfokus
"Die Lösung des Problems des Lebens erkennt man am Verschwinden des Problems"
Ludwig Wittgenstein, Tractatus Logico-Philosophicus 6.521
Lange war in Therapie und Beratung ein Ursache-Wirkungs-Denken im Vordergrund und folglich suchte man im tieferen Verstehen des Problems und seiner Ursachen nach dessen Lösung. Therapien dauerten folglich lange, denn "erstaunlicherweise" wurden aus der therapeutischen Vertiefung der Problemgefühle nicht unbedingt die Lösungsressourcen des Klienten geweckt: vielmehr "richtete" diese/r sich darin häuslich ein und entwickelte Strategien im Problemzustand besser überleben zu können. Die Einsicht in die Ursache des Problems und das neue Durchleben des Schmerzes half nicht jedem zur Lösung.
Der Lösungsorientierte Denkansatz geht ganz grundsätzlich anders an die Problembewältigung heran:
Durch das Richten der Aufmerksamkeit auf das, was der/die KlientIn statt des Problems erreichen will, trägt Therapie und Beratung dazu bei, dass die Lösungs"muskeln" im Gehirn trainiert werden.
Indem die Klienten ihre Aufmerksamkeit auf die möglichen Lösungen richten und deren Auswirkungen auf das tägliche Leben und auf die jeweiligen Kontexte und auch damit verknüpften Personen ausführlich beschreiben, gehen sie gedanklich bereits in den jeweiligen Lösungszustand hinein (gedankliches Probehandeln) und erleben bereits die Auswirkungen, denn jedes Denken und Fühlen ruft unmittelbar physiologische Reaktionen hervor.
Ich verstehe die systemische Aufstellungsarbeit gleichfalls als ein weiteres Instrument, die Klienten in der Lösungsfindung zu unterstützen und daher arbeite ich in den Aufstellungen auch sehr fokussiert auf die Lösung. Werden dabei emotional bewegende Themen berührt, gehört dies natürlich zum Prozess und benötigt auch den Platz und die Wahrnehmung (Anerkennen, was ist), wird jedoch nur soweit bearbeitet, wie dies zum Finden einer guten integrativen Lösung nötig erscheint.
Ludwig Wittgenstein, Tractatus Logico-Philosophicus 6.521
Lange war in Therapie und Beratung ein Ursache-Wirkungs-Denken im Vordergrund und folglich suchte man im tieferen Verstehen des Problems und seiner Ursachen nach dessen Lösung. Therapien dauerten folglich lange, denn "erstaunlicherweise" wurden aus der therapeutischen Vertiefung der Problemgefühle nicht unbedingt die Lösungsressourcen des Klienten geweckt: vielmehr "richtete" diese/r sich darin häuslich ein und entwickelte Strategien im Problemzustand besser überleben zu können. Die Einsicht in die Ursache des Problems und das neue Durchleben des Schmerzes half nicht jedem zur Lösung.
Der Lösungsorientierte Denkansatz geht ganz grundsätzlich anders an die Problembewältigung heran:
Durch das Richten der Aufmerksamkeit auf das, was der/die KlientIn statt des Problems erreichen will, trägt Therapie und Beratung dazu bei, dass die Lösungs"muskeln" im Gehirn trainiert werden.
Indem die Klienten ihre Aufmerksamkeit auf die möglichen Lösungen richten und deren Auswirkungen auf das tägliche Leben und auf die jeweiligen Kontexte und auch damit verknüpften Personen ausführlich beschreiben, gehen sie gedanklich bereits in den jeweiligen Lösungszustand hinein (gedankliches Probehandeln) und erleben bereits die Auswirkungen, denn jedes Denken und Fühlen ruft unmittelbar physiologische Reaktionen hervor.
Ich verstehe die systemische Aufstellungsarbeit gleichfalls als ein weiteres Instrument, die Klienten in der Lösungsfindung zu unterstützen und daher arbeite ich in den Aufstellungen auch sehr fokussiert auf die Lösung. Werden dabei emotional bewegende Themen berührt, gehört dies natürlich zum Prozess und benötigt auch den Platz und die Wahrnehmung (Anerkennen, was ist), wird jedoch nur soweit bearbeitet, wie dies zum Finden einer guten integrativen Lösung nötig erscheint.