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Sabine Klenke
Am Herzogenkamp 15
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Systeme stellen

Systemische Aufstellungen haben ihre historische Wurzel in der Familienskulpturarbeit (Virginia Satir) und der systemischen Familientherapie der Mailänder Schule.

Vielen ist die Aufstellungsarbeit primär aus der sehr populär gewordenen Arbeit Bert Hellingers und seiner Schüler/innen bekannt geworden, dem die Aufstellungsarbeit wertvolle Impulse und viele Einsichten verdankt, zugleich leider aber auch eine sehr unglückliche Popularität durch zum Teil sehr schematischen und ideologisierten Umgang mit dem Instrument der Aufstellungen. Insbesondere scheint es Hellinger immer wieder zu gefallen, provozierende Aussagen im Raum stehen zu lassen, die möglicherweise im konkreten therapeutischen Kontext mit einem einzelnen Klienten als herausfordernder Impuls verstanden werden können, aber durch das Zitieren vor großer Öffentlichkeit eine politische Wirkung bekommen, die der Sache der Aufstellungen eher schadet.
Hierzu gibt es in der Aufstellungsszene heftige Auseinandersetzungen, die zugleich verdeutlichen, wie groß der "Beratungsbedarf" eben auch dort ist :-))

Ich arbeite nach der Methodik Prof. Matthias Varga von Kibéd und Insa Sparrer. Diese haben die Aufstellungsarbeit weiterentwickelt. Ihre Systemischen Strukturaufstellungen ermöglichen das kreative und mehrschichtige Arbeiten mit den unterschiedlichsten Systemebenen: Konkrete Familienmitglieder aber auch abstrakte innere Systeme (wie z.B. Ziele, Hindernisse, innere Einwände, Ressourcen etc.) also Elemente aus unterschiedlichen Abstraktionsebenen werden mit in das Aufstellungsbild hinein genommen, um die Klienten bei der Lösungssuche zu unterstützen. Da die Arbeit sich nicht an den Inhalten und deutenden Beschreibungen orientiert, sondern auf die Zielsetzung und innere Struktur des Klienten richtet und von den Repräsentanten keine Deutungen ihrer Wahrnehmungen, sondern Unterschiede der Körperwahrnehmung erfragen, kann auch verdeckt gearbeitet werden, d.h. ohne das Wissen der Repräsentanten über die Inhalte des jeweiligen Systemelements, das sie repräsentieren. Dies schränkt insbesondere auch den Missbrauch von Aufstellungen für Interpretationen und Zuschreibungen ein. Dies ist möglich, weil die Strukturen, die sich in den Aufstellungen zeigen sozusagen eine eigene Sprache darstellen, deren Syntax durch die Aufstellung verändert wird.


In der Systemischen Arbeit, wie wir sie verstehen (wir - d.h. SILCC, ich selbst und meine Lehrer Matthias Varga von Kibéd und Insa Sparrer) arbeiten wir nicht mit vorgefassten Lösungsmodellen (wie sie bei einigen Schülern Hellingers betrieben wird) sondern bemühen uns um ein tastendes Vorgehen, "Wahrnehmung statt Wahrgebung", das die Nützlichkeit und Wirkung der Arbeit eher von einem Finden einer als heilsam empfundenen Veränderung aus der Wahrnehmung des Klienten und der Repräsentanten ableitet - und dies zum Kriterium des Gelingens macht.





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